Kein Schadenersatz bei Eis und Schnee

Bislang zeigte sich der Winter nur mit leichten Kapriolen, doch werden auch dieses Jahr wieder Schneemassen erwartet, die den Flugverkehr stark beeinträchtigen. Da kommt die Entscheidung des Amtsgerichts König Wusterhausen gerade zur passenden Zeit.

Außergewöhnliche Umstände im Winter

Wird ein Flug aufgrund extremer Winterverhältnisse durch das Fehlen von Enteisungsmitteln annulliert, steht den wartenden Fluggästen keinerlei Entschädigung zu. Nach Auffassung des Gerichts zählen mehrtägiger starker Schneefall und die hieraus resultierenden Folgen zu den sogenannten außergewöhnlichen Verhältnissen. Der Entscheidung des Gerichts liegt ein Fall aus dem Jahr 2010 zugrunde. Ein Passagier klagte nach der Annullierung seines Flugs von Berlin nach Madrid auf Ausgleichszahlung des von ihm umgebuchten Fluges. Der Flug wurde aufgrund fehlenden Enteisungsmittels annulliert. Eine rechtliche Grundlage, die eine Ausgleichszahlung rechtfertigt, liegt jedoch nach Meinung des Gerichts nicht vor. Die betreffende Fluggesellschaft, wie auch der Flughafenbetreiber, konnte glaubhaft nachweisen, bereits im Sommer ausreichende Vorkehrungen getroffen zu haben, um den Winterflugplan aufrecht zu halten. Zur Zeit des Flugausfalls wären sämtliche Möglichkeiten ausgeschöpft gewesen.

Fluggästen ist anzuraten, bei einer Annullierung die Umstände genau zu prüfen. Die Airlines müssen Auskunft über den Grund der Annullierung erteilen. Treten technische Fehler durch Winterverhältnisse auf, müssen Fluggesellschaften unter Umständen Schadenersatz leisten.

Dieser Beitrag wurde am Samstag, 04. Februar 2012 um 09:43 Uhr veröffentlicht und wurde unter der Kategorie Allgemein abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS-Feed verfolgen. Du hast die Möglichkeit einen Kommentar zu hinterlassen, oder einen Trackback von deinem Weblog zu senden.

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